Patenschaft

Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich gerne bei unserem Koordinator Herr Wölzlein melden:

Kontaktdaten:
kontakt@moegeldorf-hilft.de

Hier ein Beispiel von Birgit über Ihre Erfahrungen:

Anfang Mai haben wir in der Rettystraße ein Patenkonzept aufgesetzt mit folgender Idee: für die im Haus lebenden Bewohner soll sich ein Pate/eine Patin finden und über diese 1:1 Betreuung den jungen Erwachsenen die Integration erleichtert werden. Dabei besteht keinerlei Verpflichtung, jeder bringt so viel Zeit auf, wie er zur Verfügung hat und wenn man merkt, dass man der Patenschaft nicht gewachsen ist, kann man jederzeit davon zurücktreten.

Wie kann so eine Patenschaft aussehen?

Wir (mein Lebensgefährte und ich) haben im Mai zwei syrische Brüder „adoptiert“. Seitdem haben wir sie schon zu allen möglichen „Events“ mitgenommen, z.B. einen Ausflug zum Baumwipfelpfad nach Ebrach gemacht, gemeinsam die Fußball EM im Biergarten verfolgt, Boule oder Tischtennis gespielt, auf dem Hinterhofflohmarkt günstig für beide Fußballshirts erstanden und gemeinsame Abende verbracht. Anfänglich war die Kommunikation sehr schwierig, mittlerweile klappt das prima und beide lernen sehr schnell. Zudem muss man sagen, dass es zwei sehr wohlerzogene Jungs sind, immer pünktlich und sehr zuvorkommend uns gegenüber. Nach dem Ramadan haben wir für sie gekocht und sie zu uns eingeladen. Ich treffe mich mit ihnen ein Mal pro Woche zum „Deutsch lernen“, wobei das darin besteht, dass wir uns einfach unterhalten, mir beide erzählen, was sie in der Schule gelernt haben oder auch Fragen zur Grammatik und zum Wortschatz oder zum Leben in Deutschland stellen.

Worauf muss man sich einstellen?

Patenschaft heißt hier, für sich selbst entscheiden, wie viel Zeit man mit dem „Patenkind“ verbringen möchte. Ich denke, jeder der Bewohner, der gerne einen Paten/eine Patin möchte, ist dankbar und froh, wenn er Kontakt zu Deutschen bekommt und damit auch Deutsch lernen kann. Egal, ob das nun 1 Stunde/Woche ist oder mehr. Das war auch für unsere beiden Jungs zunächst das Wichtigste. Nun geht es darum, beide soweit zu befähigen, dass sie studieren können. Auch hier wollen wir unterstützen (Kontakt mit Uni, Ansprechpartner ausfindig machen etc.), denn oft ist die deutsche Sprache bei solchen Behörden dann doch noch zu schwer. Unsere Patenkinder sind sehr dankbar für unsere Unterstützung, und uns bereitet es viel Freude zu sehen, wie sie sich weiterentwicklen.

Liebe Grüße

Birgit